• BEHIND THE BEAT Producer Podcast Podcast

    BEHIND THE BEAT Producer PodcastEpisode #65 mit Katie Tavini – Gutes Mastering braucht große Gefühle

    0:00 / 0:00 156,3 MB

    Katie Tavini hat an Produktionen mitgearbeitet, die akkumuliert eine Milliarde Mal gestreamt wurden. Ihr Arbeitsalltag aber findet weitab von Stadien, Papparazzi und roten Teppichen statt. Bei ihr dreht sich alles um ein nur scheinbar bescheideneres Ziel: Mit ihrem Beitrag die Musik ein bisschen besser zu machen.

    Tavini ist, wie die meisten in ihrer Spezialisierung über Umwege zum Mastering gekommen. Nach einer frühen Geigenerziehung und einem klassisch orientiertem Studium trat die Band Sonic Boom Six mit dem Wunsch an sie heran, ihre Aufnahmen zu optimieren. Es war der erste von vielen Jobs durch den sie einen intuitiven Zugang zu einer Disziplin entwickelte, die sie gleichermaßen als Handwerk und Kunstform betrachtet.

    Mastering hat zunächst einmal eine technische Komponente. In ihrem intim-kleinen Studio, das von einem hochwertigen PMC-Lautsprecherpaar und einem System mit, unter anderem, einem Kompressor von Iron Mastering, einem Bettermaker Limiter, dem Neve Designs MBT und Lynx Hilo, hat sich Katie das Equipment zu- und zurechtgelegt, mit dem sie tief in den Klang eintauchen und ihn geradezu plastisch formen kann. Steinberg Wavelab dient als umfassende Bearbeitungsbasis und um die verschiedenen Komponenten ihrer Kette zusammenzuführen.

    Gleichzeitig können Hardware und Apps nicht ersetzen, worauf es wirklich ankommt: Empathie für die in der Musik verhandelten Gefühle, kritisches Hören sowie die Fähigkeit, die Elemente eines Songs zu bestimmen, auf die es ankommt. So wird die Arbeit an einem Musikstück zu einer unsichtbaren Kollaboration – manchmal liest sie sich bei der Arbeit tief in die Biographie, Artikel und Interviews ein, um die Gedanken und Geschichten hinter den Sounds besser zu verstehen.

    Es ist dieses tiefe Eintauchen, für das ihre KundInnen sie schätzen – und die erklären, warum ihr scheinbar bescheidener Beitrag über einer Milliarde HörerInnen ganz große Gefühle beschert hat.

    Episode #62 mit Mads Kinnerup

    0:00 / 0:00 112,3 MB

    Diese Folge widmet sich Mads Kinnerup, der unsere Art Musik zu machen umdenken und die Potentiale von KI allen Kreativen zur Verfügung stellen möchte.

    Für Mads Kinnerup ist Musikmachen stets ein Experiment, ein Portal in die Zukunft. So verbrachte er stundenlange Sessions in den Stockholmer Elektron Studios mit klassischen Buchla-Systemen um seine persönliche Vision eines neuen Kreativansatzes zu realisieren. Auf diesem Ansatz beruhen seine Synthesizer-Alben „Interpolation” und „Invented Mythology”, die mit reduzierten Mitteln epische Klangwelten aufstoßen. Das nächste Werk wird sich mit dem Thema KI auseinandersetzen – und damit politisch werden.

    Dass die Arbeit an dieser Veröffentlichung ganz unmittelbar mit seiner Anstellung als Assistenz-Professor am Kopenhagener Rhyhmic Music Conservatory verzahnt ist, beweist, dass Forschung und Kreativität bei Kinnerup nicht voneinander getrennt werden können. Am RMC entwickelt der dänische Produzent eine Software namens „Rave”, welche die selben Konzepte, die er in Stockholm mühsam händisch an Modularsystemen umsetzen musste, auf eine intuitive Weise erfahr- und spielbar machen soll.

    Das Ziel dahinter: Musik nicht mehr in einzelnen Spuren zu denken, sondern in Klangblöcken, die in ihrer Gesamtheit transformiert werden. Die Bedienung von Rave soll einfach und minimalistisch ausfallen, das Interface so direkt wie ein traditionelles Keyboard bedienbar sein. Doch verbergen sich dahinter Prozesse, deren Komplexität sonst nur von „intelligenten” Modellen beherrschbar wären und die sogar nach vielen Durchführungen eine gewisse Unvorhersehbarkeit behalten.

    Während Kinnerup die Potentiale von KI nicht leugnen mag, ahnt er eine dunkle Zukunft voraus, in der große Konzerne einen unaufholbaren technischen Vorsprung erreichen. Um den Anschluss nicht zu verlieren, müssen sich Musiker auf das besinnen, was sie noch immer besser können als die Maschinen: Einen direkten Kontakt zum Publikum aufbauen, sich in einem inspirierten Moment so unmittelbar wie möglich ausdrücken – und Experimente in erfahrbare Emotionen umzuwandeln.

    Episode #61 mit Mathieu Jaton vom Montreux Jazz Festival

    0:00 / 0:00 102,5 MB

    Diese Folge widmet sich Mathieu Jaton vom Montreux Jazz Festival, der die ebenso harte wie aufregende Realität des modernen Festivalbetriebs aufdeckt.

    Nomen est Omen? In diesem Fall keineswegs! Schon nach den ersten Ausgaben wollte Gründer Claude Nobs den “Jazz” aus dem Titel seines Festivals streichen. Doch hatten sich alle zu sehr an den elegant von der Zunge gehenden Namen gewöhnt. Und so musste Nobs immer wieder erklären, dass Jazz für ihn ein Anspruch auf Vielfalt und Dynamik sei – keine starre Stilrichtung, deren ständige Weiterentwicklung Puristen am liebsten in den 60ern beendet hätten.

    Nobs war ein genialer Kommunikator, der die Auftritte auf der Bühne als MC selbst ankündigte, unzählige Ikonen mit dem Versprechen der Unsterblichkeit nach Montreux lockte und zum selbstgekochten Abendessen bei ihm zu Hause einlud. So wurde ein Event, das aufgrund der zwar idyllischen, aber logistisch ungünstigen Seelage des Austragungsortes, von Anfang an auf eine verhältnismäßig kleine Besucherzahl beschränkt war, zum vielleicht größten kleinen Festival der Welt. Die Marke indes wurde über hunderte Live-Alben im Katalog der besten Musiker des 20. Jahrhunderts global verankert und verbreitet – Viralität im embryonalen Stadium.

    Freilich kann sich kein Festival auf den Lorberen der Geschichte ausruhen und auch Montreux hat sich, vorbereitet durch Nobs bereits zu Lebenszeiten und dann beschleunigt und mit größerer Intensität nach seinem Tod 2013, immer wieder neu erfinden müssen. Dazu gehört eine breitere musikalische Palette, die inzwischen auch viel Elektronik einschließt, und eine smarte Social-Media-Strategie, die dafür sorgt, dass inzwischen nahezu 365 Tage im Jahr Montreux gefeiert wird. In den USA und China finden zudem Ableger statt, die den ursprünglichen Pioniergeist wieder aufleben lassen und in regem Austausch mit dem Original stehen.

    In unserem Interview mit dem MJF-Leiter Mathieu Jaton wird deutlich, dass sogar renommierte Festivals Alleinstellungsmerkmale brauchen sowie innovative Ideen, mit KünstlerInnnen zu kollaborieren. Der Name allein reicht nicht – das allerdings war gerade in Montreux schon immer klar.

    Episode #60 mit Mareile Heineke von Qobuz

    0:00 / 0:00 107,8 MB

    Diese Folge widmet sich Mareile Heineke von Qobuz, mit der wir mehr Klarheit und Transparenz über die Themen KI, Katalog, Kreativität und Kuration/Playlisting im Streaming-Bereich schaffen.

    Im Streaming dreht sich alles um Zahlen. Eine davon fiel 2025 besonders auf: 147. Dabei handelt es sich um den prozentualen Zuwachs an NutzerInnen, die der französische Dienst Qobuz in Deutschland verzeichnen konnte. Das Wachstum hierzulande ist kein lokales Phänomen. Auch in den USA darf sich Qobuz über eine wachsende Beliebtheit erfreuen, erhielt Empfehlungen von führenden Influencern und knackte im iOS-Appstore die Top-5. Das kommt zwar noch keiner Revolution gleich – ist aber ein klarer Beleg dafür, dass das Unternehmen viele Dinge richtig macht.

    Auf dem Papier gleichen sich die Streamer immer mehr an. Wie Mareile Heineke von Qobuz betont, sind die Kataloge inzwischen nahezu deckungsgleich,was immerhin den Vorteil hat, dass man sich nicht sorgen muss, beim Wechsel den Zugang zu den eigenen Favoriten zu verlieren. Andererseits hat auch die Konkurrenz endlich den Wert hochauflösender Musik erkannt, obwohl Qobuz ihr auf diesem Gebiet weiterhin mit einigen technischen Innovationen weiterhin voraus bleibt. Was bewegt also so viele, den Marktführern den Rücken zu kehren?

    Für Heineke steht fest: Es ist die Community, die sich hier wieder einstellt. Sie selbst hört noch immer gerne Radio und schätzt die Vorstellung, etwas gleichzeitig mit anderen zu teilen. Qobuz ist in gewisser Weise der Versuch, dieses gemeinschaftliche Gefühl in die digitale Welt zu übertragen: Playlists werden von Musikbegeisterten auf der ganzen Welt zusammengestellt, ein hauseigenes Magazin bietet Artikel, Interviews und Empfehlungen und mit Produkt-Tests und Hifi-Features werden auch Audiophile miteingebunden. Es ist eine vorgelebte Alternative zu einer Welt KI-generierter Tracks, die von anonymen Botfarmen gestreamt werden.

    Mit einigen Initiativen hat Qobuz einen Weg eingeschlagen, der für mehr Transparenz sorgen soll. In diesem Sinne hat Mareile mit uns ein wenig den Schleier darüber gelüftet, wie bei Qobuz der Weg in die Playlists verläuft und warum mehr Menschlichkeit im Streaming ein Plus für alle darstellt.

    Episode #59 mit Kevin von HOFA

    0:00 / 0:00 106,1 MB

    Diese Folge widmet sich Kevin Kleinschmidt von HOFA, der erklärt, wie man mit der richtigen Raumakustik auch mit einem schmalen Budget mehr aus der eigenen Musik holt.

    “Raumakustik” klingt zunächst einmal deutlich weniger sexy als “Gear-Porn” oder “Produktion”. Dabei lässt sich das Potential dieser Bereiche nur sehr rudimentär ausschöpfen, ohne die Raumakustik des eigenen Studios zu berücksichtigen. Wer sich also fragt, warum der eigene Mix zu Hause satt und druckvoll klingt, im Auto oder Club aber dünn und schwach, sollte sich mit dem Thema unbedingt tiefer befassen.

    Der Aufstieg von HOFA zu einem der führenden Anbieter von Raumakustik beginnt im wahrsten Sinne des Wortes im “underground”. Eine Führung durch das Salzbergwerk Bad Friedrichshall fasziniert den Audio-Engineer Jochen Sachse – alles hier scheint der gängigen Lehrmeinung zu widersprechen: “Die schiere Größe des Bauwerks mit seinen harten, parallelen Steinwänden sowie die augenscheinlich fehlenden Akustikmaßnahmen standen im krassen Widerspruch zur wahrgenommenen Akustik. Mein Klatschen, Schnipsen, Rufen und Pfeifen löste einen angenehm balancierten, faszinierenden Nachhall aus – das hätte ich in so einem Objekt nie vermutet.”

    Bergwerke haben eine “chaotische” Akustik – vielleicht, so Sachse, sollten Studios das auch haben. Doch steckt in dem Chaos natürlich eine Methode. Und genau entlang dieser entscheidenden Grenze verlaufen die Lösungen von HOFA, in denen innovative Materialien auf die Umsetzung physikalischer Erkenntnisse treffen. Raumakustik ist hier weniger trockene Theorie, sondern die Basis für direkt einsatzfähige Produkte wie Basstraps, Akustikgardinen und Diffusoren. Auch hausinterne Software-Lösungen wie Room EQ Wizard und ein eigener DDP-Player fügen sich nahtlos in die Palette ein.

    Wie im Gespräch mit Kevin Kleinschmidt, Leiter für Produktentwicklung, Raumakustikmessung und Beratung, klar wird, darf aber auch eines nicht fehlen: Das ständige genaue Hinhören, das keine noch so genauen Messungen, Modelle und Maßnahmen ersetzen kann. Und das ist, in einer Zeit der Entmystifizierung der Kreativität, irgendwie dann doch recht sexy.

BEHIND THE BEAT Producer PodcastEpisode #65 mit Katie Tavini – Gutes Mastering braucht große Gefühle

0:00 / 0:00 156,3 MB

Katie Tavini hat an Produktionen mitgearbeitet, die akkumuliert eine Milliarde Mal gestreamt wurden. Ihr Arbeitsalltag aber findet weitab von Stadien, Papparazzi und roten Teppichen statt. Bei ihr dreht sich alles um ein nur scheinbar bescheideneres Ziel: Mit ihrem Beitrag die Musik ein bisschen besser zu machen.

Tavini ist, wie die meisten in ihrer Spezialisierung über Umwege zum Mastering gekommen. Nach einer frühen Geigenerziehung und einem klassisch orientiertem Studium trat die Band Sonic Boom Six mit dem Wunsch an sie heran, ihre Aufnahmen zu optimieren. Es war der erste von vielen Jobs durch den sie einen intuitiven Zugang zu einer Disziplin entwickelte, die sie gleichermaßen als Handwerk und Kunstform betrachtet.

Mastering hat zunächst einmal eine technische Komponente. In ihrem intim-kleinen Studio, das von einem hochwertigen PMC-Lautsprecherpaar und einem System mit, unter anderem, einem Kompressor von Iron Mastering, einem Bettermaker Limiter, dem Neve Designs MBT und Lynx Hilo, hat sich Katie das Equipment zu- und zurechtgelegt, mit dem sie tief in den Klang eintauchen und ihn geradezu plastisch formen kann. Steinberg Wavelab dient als umfassende Bearbeitungsbasis und um die verschiedenen Komponenten ihrer Kette zusammenzuführen.

Gleichzeitig können Hardware und Apps nicht ersetzen, worauf es wirklich ankommt: Empathie für die in der Musik verhandelten Gefühle, kritisches Hören sowie die Fähigkeit, die Elemente eines Songs zu bestimmen, auf die es ankommt. So wird die Arbeit an einem Musikstück zu einer unsichtbaren Kollaboration – manchmal liest sie sich bei der Arbeit tief in die Biographie, Artikel und Interviews ein, um die Gedanken und Geschichten hinter den Sounds besser zu verstehen.

Es ist dieses tiefe Eintauchen, für das ihre KundInnen sie schätzen – und die erklären, warum ihr scheinbar bescheidener Beitrag über einer Milliarde HörerInnen ganz große Gefühle beschert hat.

Episode #62 mit Mads Kinnerup

0:00 / 0:00 112,3 MB

Diese Folge widmet sich Mads Kinnerup, der unsere Art Musik zu machen umdenken und die Potentiale von KI allen Kreativen zur Verfügung stellen möchte.

Für Mads Kinnerup ist Musikmachen stets ein Experiment, ein Portal in die Zukunft. So verbrachte er stundenlange Sessions in den Stockholmer Elektron Studios mit klassischen Buchla-Systemen um seine persönliche Vision eines neuen Kreativansatzes zu realisieren. Auf diesem Ansatz beruhen seine Synthesizer-Alben „Interpolation” und „Invented Mythology”, die mit reduzierten Mitteln epische Klangwelten aufstoßen. Das nächste Werk wird sich mit dem Thema KI auseinandersetzen – und damit politisch werden.

Dass die Arbeit an dieser Veröffentlichung ganz unmittelbar mit seiner Anstellung als Assistenz-Professor am Kopenhagener Rhyhmic Music Conservatory verzahnt ist, beweist, dass Forschung und Kreativität bei Kinnerup nicht voneinander getrennt werden können. Am RMC entwickelt der dänische Produzent eine Software namens „Rave”, welche die selben Konzepte, die er in Stockholm mühsam händisch an Modularsystemen umsetzen musste, auf eine intuitive Weise erfahr- und spielbar machen soll.

Das Ziel dahinter: Musik nicht mehr in einzelnen Spuren zu denken, sondern in Klangblöcken, die in ihrer Gesamtheit transformiert werden. Die Bedienung von Rave soll einfach und minimalistisch ausfallen, das Interface so direkt wie ein traditionelles Keyboard bedienbar sein. Doch verbergen sich dahinter Prozesse, deren Komplexität sonst nur von „intelligenten” Modellen beherrschbar wären und die sogar nach vielen Durchführungen eine gewisse Unvorhersehbarkeit behalten.

Während Kinnerup die Potentiale von KI nicht leugnen mag, ahnt er eine dunkle Zukunft voraus, in der große Konzerne einen unaufholbaren technischen Vorsprung erreichen. Um den Anschluss nicht zu verlieren, müssen sich Musiker auf das besinnen, was sie noch immer besser können als die Maschinen: Einen direkten Kontakt zum Publikum aufbauen, sich in einem inspirierten Moment so unmittelbar wie möglich ausdrücken – und Experimente in erfahrbare Emotionen umzuwandeln.

Episode #61 mit Mathieu Jaton vom Montreux Jazz Festival

0:00 / 0:00 102,5 MB

Diese Folge widmet sich Mathieu Jaton vom Montreux Jazz Festival, der die ebenso harte wie aufregende Realität des modernen Festivalbetriebs aufdeckt.

Nomen est Omen? In diesem Fall keineswegs! Schon nach den ersten Ausgaben wollte Gründer Claude Nobs den “Jazz” aus dem Titel seines Festivals streichen. Doch hatten sich alle zu sehr an den elegant von der Zunge gehenden Namen gewöhnt. Und so musste Nobs immer wieder erklären, dass Jazz für ihn ein Anspruch auf Vielfalt und Dynamik sei – keine starre Stilrichtung, deren ständige Weiterentwicklung Puristen am liebsten in den 60ern beendet hätten.

Nobs war ein genialer Kommunikator, der die Auftritte auf der Bühne als MC selbst ankündigte, unzählige Ikonen mit dem Versprechen der Unsterblichkeit nach Montreux lockte und zum selbstgekochten Abendessen bei ihm zu Hause einlud. So wurde ein Event, das aufgrund der zwar idyllischen, aber logistisch ungünstigen Seelage des Austragungsortes, von Anfang an auf eine verhältnismäßig kleine Besucherzahl beschränkt war, zum vielleicht größten kleinen Festival der Welt. Die Marke indes wurde über hunderte Live-Alben im Katalog der besten Musiker des 20. Jahrhunderts global verankert und verbreitet – Viralität im embryonalen Stadium.

Freilich kann sich kein Festival auf den Lorberen der Geschichte ausruhen und auch Montreux hat sich, vorbereitet durch Nobs bereits zu Lebenszeiten und dann beschleunigt und mit größerer Intensität nach seinem Tod 2013, immer wieder neu erfinden müssen. Dazu gehört eine breitere musikalische Palette, die inzwischen auch viel Elektronik einschließt, und eine smarte Social-Media-Strategie, die dafür sorgt, dass inzwischen nahezu 365 Tage im Jahr Montreux gefeiert wird. In den USA und China finden zudem Ableger statt, die den ursprünglichen Pioniergeist wieder aufleben lassen und in regem Austausch mit dem Original stehen.

In unserem Interview mit dem MJF-Leiter Mathieu Jaton wird deutlich, dass sogar renommierte Festivals Alleinstellungsmerkmale brauchen sowie innovative Ideen, mit KünstlerInnnen zu kollaborieren. Der Name allein reicht nicht – das allerdings war gerade in Montreux schon immer klar.

Episode #60 mit Mareile Heineke von Qobuz

0:00 / 0:00 107,8 MB

Diese Folge widmet sich Mareile Heineke von Qobuz, mit der wir mehr Klarheit und Transparenz über die Themen KI, Katalog, Kreativität und Kuration/Playlisting im Streaming-Bereich schaffen.

Im Streaming dreht sich alles um Zahlen. Eine davon fiel 2025 besonders auf: 147. Dabei handelt es sich um den prozentualen Zuwachs an NutzerInnen, die der französische Dienst Qobuz in Deutschland verzeichnen konnte. Das Wachstum hierzulande ist kein lokales Phänomen. Auch in den USA darf sich Qobuz über eine wachsende Beliebtheit erfreuen, erhielt Empfehlungen von führenden Influencern und knackte im iOS-Appstore die Top-5. Das kommt zwar noch keiner Revolution gleich – ist aber ein klarer Beleg dafür, dass das Unternehmen viele Dinge richtig macht.

Auf dem Papier gleichen sich die Streamer immer mehr an. Wie Mareile Heineke von Qobuz betont, sind die Kataloge inzwischen nahezu deckungsgleich,was immerhin den Vorteil hat, dass man sich nicht sorgen muss, beim Wechsel den Zugang zu den eigenen Favoriten zu verlieren. Andererseits hat auch die Konkurrenz endlich den Wert hochauflösender Musik erkannt, obwohl Qobuz ihr auf diesem Gebiet weiterhin mit einigen technischen Innovationen weiterhin voraus bleibt. Was bewegt also so viele, den Marktführern den Rücken zu kehren?

Für Heineke steht fest: Es ist die Community, die sich hier wieder einstellt. Sie selbst hört noch immer gerne Radio und schätzt die Vorstellung, etwas gleichzeitig mit anderen zu teilen. Qobuz ist in gewisser Weise der Versuch, dieses gemeinschaftliche Gefühl in die digitale Welt zu übertragen: Playlists werden von Musikbegeisterten auf der ganzen Welt zusammengestellt, ein hauseigenes Magazin bietet Artikel, Interviews und Empfehlungen und mit Produkt-Tests und Hifi-Features werden auch Audiophile miteingebunden. Es ist eine vorgelebte Alternative zu einer Welt KI-generierter Tracks, die von anonymen Botfarmen gestreamt werden.

Mit einigen Initiativen hat Qobuz einen Weg eingeschlagen, der für mehr Transparenz sorgen soll. In diesem Sinne hat Mareile mit uns ein wenig den Schleier darüber gelüftet, wie bei Qobuz der Weg in die Playlists verläuft und warum mehr Menschlichkeit im Streaming ein Plus für alle darstellt.

Episode #59 mit Kevin von HOFA

0:00 / 0:00 106,1 MB

Diese Folge widmet sich Kevin Kleinschmidt von HOFA, der erklärt, wie man mit der richtigen Raumakustik auch mit einem schmalen Budget mehr aus der eigenen Musik holt.

“Raumakustik” klingt zunächst einmal deutlich weniger sexy als “Gear-Porn” oder “Produktion”. Dabei lässt sich das Potential dieser Bereiche nur sehr rudimentär ausschöpfen, ohne die Raumakustik des eigenen Studios zu berücksichtigen. Wer sich also fragt, warum der eigene Mix zu Hause satt und druckvoll klingt, im Auto oder Club aber dünn und schwach, sollte sich mit dem Thema unbedingt tiefer befassen.

Der Aufstieg von HOFA zu einem der führenden Anbieter von Raumakustik beginnt im wahrsten Sinne des Wortes im “underground”. Eine Führung durch das Salzbergwerk Bad Friedrichshall fasziniert den Audio-Engineer Jochen Sachse – alles hier scheint der gängigen Lehrmeinung zu widersprechen: “Die schiere Größe des Bauwerks mit seinen harten, parallelen Steinwänden sowie die augenscheinlich fehlenden Akustikmaßnahmen standen im krassen Widerspruch zur wahrgenommenen Akustik. Mein Klatschen, Schnipsen, Rufen und Pfeifen löste einen angenehm balancierten, faszinierenden Nachhall aus – das hätte ich in so einem Objekt nie vermutet.”

Bergwerke haben eine “chaotische” Akustik – vielleicht, so Sachse, sollten Studios das auch haben. Doch steckt in dem Chaos natürlich eine Methode. Und genau entlang dieser entscheidenden Grenze verlaufen die Lösungen von HOFA, in denen innovative Materialien auf die Umsetzung physikalischer Erkenntnisse treffen. Raumakustik ist hier weniger trockene Theorie, sondern die Basis für direkt einsatzfähige Produkte wie Basstraps, Akustikgardinen und Diffusoren. Auch hausinterne Software-Lösungen wie Room EQ Wizard und ein eigener DDP-Player fügen sich nahtlos in die Palette ein.

Wie im Gespräch mit Kevin Kleinschmidt, Leiter für Produktentwicklung, Raumakustikmessung und Beratung, klar wird, darf aber auch eines nicht fehlen: Das ständige genaue Hinhören, das keine noch so genauen Messungen, Modelle und Maßnahmen ersetzen kann. Und das ist, in einer Zeit der Entmystifizierung der Kreativität, irgendwie dann doch recht sexy.

Episode #58 mit Dave Stapleton

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Diese Folge widmet sich dem Pianisten, Produzenten und Label-Inhaber Dave Stapleton, der auf seinem neuen Album “Quiet Fire” den Jazz im elektronischen Loop neu erfindet.

Der nie um eine großspurige Aussage verlegene Noel Gallagher hat einmal zu Protokoll gegeben, Jazz sei, wenn “vier Musiker gleichzeitig einen anderen Song spielen, in einem anderen Tempo und einer anderen Tonart.” Vielleicht sollte er es einmal mit “Quiet Fire” probieren. Denn das, was Dave Stapleton hier präsentiert, ist zweifelsfrei Jazz – ansonsten aber das genau Gegenteil der humorhaften Horrorversion, die der Oasis-Songwriter zeichnet.

Für sein erstes Solo-Album seit 12 Jahren verschloss sich der Waliser in seinem Studio, um dort in langen, fokussierten Sessions eine betont langsame, atmosphärisch schwelende Musik zu erschaffen, in denen die instrumentalen Performances nicht oberflächlich beeindrucken, sondern vielmehr durch ihre unterschwellige Intensität immer tiefer in eine zeitlose Zwischenwelt ziehen.

Stapleton nahm sich dafür als Pianist zurück, um sich auf seine Rolle als Produzent zu fokussieren. Das Spannende dabei ist, dass jeder Track hier auf Aufnahmen baut, die Stapleton mit langjährigen Weggefährten im Studio eingespielt hat, darunter beispielsweise dem großartige Schlagzeuger Elliot Bennett sowie Trompetenspieler und Jazz-Erneuerer Nils-Petter Molvaer, dessen aktuelle Live-Veröffentlichung Stapleton gerade auf seinem eigenen Label “Edition” herausgegeben hat.

So kann man sehr genau die Rolle beobachten, welche die elektronische Ebene in Komposition und Produktion bei einer Musik spielt, von der immer noch manche meinen, sie müsse live und vor einem Publikum entstehen. Es ist eine, wie ein Song-Titel es auf den Punkt bringt, “Evoluton Music”, die Fragen stellt: “Wo hört Performance auf und fängt Produktion an?” “Welches Verhältnis haben Mensch und Maschine?” Und: Warum packt mich diese so subtile Musik so viel mehr als die letzten, längst vergessenen Oasis-LPs?

Episode #57 mit Monolink & Tobias Siebert

0:00 / 0:00 106,3 MB

Diese Folge widmet sich der Zusammenarbeit zwischen Monolink und Tobias Siebert für das Album The Beauty Of It All für das sich Steffen Linck von der Welt abschloß, um sich mit Musik und Freundschaft zu heilen.

Das Konzept für “The Beauty of it All” kündigte sich auf einer weltweiten Tour an. Monolink war auf großen House-Festivals gebucht, musste sich an Erwartungen orientieren. Mit jedem Auftritt wurde ihm bewusst, wie weit er sich von seinen Wurzeln entfernt hatte, wie wenig die Musik seiner gegenwärtigen Gefühlslage entsprach. Wieder zu Hause angekommen, verordnete er sich nicht nur eine Pause. Er hinterfragte alles.

Kann man heute noch Musik machen, die in keine Schubladen passt? Für Steffen stand fest, dass es nur noch so weiterging: “Für mich war das Album ein Befreiungsschlag. Ich wollte nicht darüber nachdenken, was am Ende mit der Musik passiert, sondern nur Musik machen, die mich bewegt in dem Moment.” So entstanden Stücke, die in keine Schablone passen: Pop, der auch House ist, “Tracks” die sich wie “Songs” anfühlen.

Für die Sessions fuhr er zu seinem Freund, dem Produzenten Tobias Siebert, der auf dem Land ein neues Studio aufgebaut hatte. Die Abgeschiedenheit war Teil des Charms: “Ich wollte raus aus der Stadt, wollte keine Ablenkung, brauchte eine Entschuldigung, weshalb ich keine Zeit für Soziales habe. Bei Tobi hat man gar nicht die Möglichkeit, irgendwas anderes zu machen außer Musik. Ich hätte mich sonst nicht richtig motiviert bekommen.”

Gerade zu Anfang gingen die beiden das Projekt so intuitiv wie möglich an und spielten lange Jams. Die Grundlage waren oft ganz simple Stimmaufnahmen, die Steffen mit dem Handy gemacht hatte – etwas, das er auch in dem aktuellen Springsteen-Film wiedererkannte.

Inzwischen liegt bereits die nächste Monolink-Tour hinter ihm, aber der Eindruck ist ein ganz anderer: Dass diese Performances ihm und dem Publikum Energie gespendet haben und nicht lästige Pflicht, sondern das Erfüllen eines tiefen Bedürfnisses waren. So gesehen passt der Titel des Albums: Einfach nur Musik zu machen vor einem dankbaren Publikum – könnte es etwas schöneres geben?

Episode 56 mit Tuvaband

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Diese Podcast-Folge widmet sich Tuvaband, die sich auf ihrem aktuellen Album wie gewohnt der Ästhetik des Pop verweigert – ihm aber mit betörenden Songs und einer neuen Offenheit so nahe kommt wie nie zuvor.

Ursprünglich wollte ich mit Tuva Hellum Marschhäuser nur über ihre Stimme sprechen. Die nämlich ist eine von denen, die man nicht so schnell vergisst. Die aus denen von tausenden anderen SängerInnen heraussticht. Die einen schon berühren würde, wenn sie für sich alleine stünde und nicht durch bildhafte Texte und eine tiefe Produktion weiter aufgeladen würde.

Dann aber habe ich es mir anders überlegt. Denn in ihrem Projekt Tuvaband dient die Stimme der Norwegerin lediglich als Bindeglied um schwebende Harmonien, ferne Echos und entrückte Synthis in großen Songs miteinander zu verbinden. Man könnte sogar sagen: Bis zu ihrem aktuellen Album „Seven Ways of Floating” wollte Tuva die Aufmerksamkeit gar nicht auf sich, sondern die Untiefen lenken, die sich in den Arrangements auftun – auf gegen den Strich gebürstete Beats und Samples aus unzähligen Sessions, die, teilweise nur wenige Takte kurz, die Musik heimsuchen wie Geister die mit dem Leben noch nicht abgeschlossen haben.

Eine Auszeit war für den Perspektivenwechsel verantwortlich. Nach intensiven Jahren, in denen sich die Künstlerin in Solo-Alben und experimentellen Kollaborationen austobte, nahm sich Tuva eine kurze Auszeit, hinterfragte ihre Motivationen und beschloss: Von nun an sollten ihre Musik mehr sein als nur persönliche Sinnsuche und Katharsis – sie sollte sich zur Welt hin öffnen. Die Texte, die auf ihrer vorigen LP noch sehr konkret und spezifisch waren, wurden poetischer, die Akkorde durften öfter in Dur baden – Türen in eine Welt, in die man sich zurückziehen und aus der man Hoffnung, Trost und neue Energie ziehen kann.

Die Studioarbeit spiegelte die kreative Ausrichtung. Auch wenn wie immer bei Tuvaband nichts so glatt ist wie ein Charts-Hit und die Oberflächen niemals blankpoliert sind, so bestechen die neuen Songs doch mit einer ungewohnten Direktheit. Ihre Stimme ist immer noch der Mittelpunkt dieser Kompositionen. Doch täte man der Musik unrecht, sie nur auf dieses eine Element herunterzubrechen.

Episode #53 mit Emme Moises

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Im Behind the Beat-Podcast bittet Tobias Fischer Kreative zum Tiefen-Gespräch. Diese Folge widmet sich Emme Moises, ihrer einzigartig psychedelischen elektronischen Musik und ihrer Liebe für Modular-Synths.

Beat / Gibt es technologisch gesehen noch echte Überraschungen?

Emme Moises / Wir leben in einer so interessanten Zeit, dass es immer wieder Überraschungen gibt. Ich finde es schwierig, mit all den neuen Tools und experimentellen Technologien Schritt zu halten. Es fühlt sich an, als würde sich die kreative Welt in einen endlosen Pool voller Experimente verwandeln. Und ich möchte alles ausprobieren!

Beat / Wie wichtig ist es dir, ganz bestimmte Instrumenten zu nutzen?

Emme Moises / Manchmal möchte ich einen bestimmten Sound oder eine bestimmte Komposition und suche dann das passende Werkzeug. Bei meiner Ambient-EP „wewerelost” habe ich viel mit dem Nord-Synthesizer gearbeitet, den meine Freundin Simone zum Jammen ins Studio mitgebracht hat. Nach mehreren Sessions hat dieses Instrument das gesamte Konzept dunkler Einsamkeit inspiriert, das diese EP auszeichnet.

Beat / Warum begeistern dich Modular-Synths gerade so sehr?

Emme Moises / Es geht darum, mich von bestimmten persönlichen Einschränkungen gegenüber elektronischer Musik zu befreien. Ich habe das Gefühl, dass der Modular mir sagt, was ich tun oder wohin ich gehen soll, und nicht umgekehrt. Ich mag dieses Gefühl, die absolute Kontrolle loszulassen. Ich stecke die Kabel, aber die Module bestimmen den Weg.

Beat / Ich glaube, der Moog Subsequent 37 ist dein Lieblingsgerät. Was gefällt dir an diesem Synthesizer?

Emme Moises / Ich liebe seine Vielseitigkeit und die Tiefe der Oszillatoren. Außerdem ist der Filterknopf einfach perfekt! Die meisten meiner elektronischen Bass-Sounds habe ich mit diesem Synthesizer aufgenommen. Es macht so viel Spaß, ihn wie in einer live-Situation zu spielen und acidartige Modulationen, helle Leads und Ambient-Texturen zu erzeugen. Der Step-Sequenzer ist ziemlich interessant. Er bietet die Möglichkeit für bis zu 64 Schritte und im Duo-Modus können zwei Tonhöhen gleichzeitig gespielt werden. Direkt, nachdem ich ihn gekauft habe, ist so nur mit ihm eine akkordartige Sci-Fi-Landschaft entstanden.

Episode #52 mit Anfisa Letyago

0:00 / 0:00 85,6 MB

Im Behind the Beat-Podcast bittet Tobias Fischer Kreative zum Tiefen-Gespräch. Diese Folge widmet sich Anfisa Letyago, die auf ihren aktuellen Singles erneut ihre kreative Wandlungsfähigkeit unter Beweis stellt.

Anfisa Letyago kommt aus einer Familie von Konditorn und Köchen. Kein Wunder also, dass ihr die Liebe für gutes Essen in die Wiege gelegt wurde. Ist der Espresso, den sie noch immer mit einer kleinen Bialetti mit der Hand zubereitet, eine kurze Ablenkung von der Studioarbeit? Oder füllt das Muzieren nur die freie Zeit zwischen den Kaffees? Bei der in Sibirien geborenen Wahlitalienerin ist das keine leicht zu beantwortende Frage.

So bietet ihr vielseitiges Schaffen einen sehr interessanten Blick auf einen ewigen Disput: Kommt Kunst von „können” oder von „müssen”? Letyago begann ihren Weg von Anfang an sowohl als DJ als auch als Produzentin, was ihr einen klaren Blick auf die funktionalen Aspekte einerseits und die transzendentalen Momente der Musikindustrie andererseits verschaffte, auf die feine Grenze, die zwischen Beruf und Berufung verläuft.

Dabei waren es zunächst eher ihre DJ-Sets, melodisch-technoid und pendelnd zwischen ritueller Trance und entfesselter Ekstase, in denen sie sich kreativ öffnete, während viele ihrer frühen Veröffentlichungen sich noch einem eher traditionellen Minimal-Techno-Ansatz verschrieben. Zunehmend aber fand Letyago auch als Produzentin zu einer eigenen Sprache.

Erste Hinweise auf ihre experimentierfreudige Ader boten vor allem die B-Seiten, Stücke wie „Shot” auf der 2019er „Bright-Lights”-EP zum Beispiel, das mit seinen geheimnisvollen Streicherharmonien über einem eiskalt-monoton stampfenden Beat ein wenig an das hymnische „Go” von Moby erinnert, welches sie bereits – eine große Ehre für sie als Fan – remixen durfte. Mit der „Listen”-EP kam dann der Wendepunkt: Das Tempo ging nach unten, die Strukturen wurden komplexer, der Ton sinnlicher und ganz nebenbei betätigte sich Letyago nun auch als Vokalistin.

Dieses ständige Suche nach neuen Ufern definiert ihre Identität als Künstlerin, die stetige Optimierung von Sound und Arrangement mit einem extrem einfachen Set-Up repräsentiert ihren handwerklichen Trieb zu Perfektion. Wohin die Reise aber auch gehen mag – erstmal einen Kaffee.